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Direktzahlungen

Am 01.08.04 trat das "Gesetz zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik" in Kraft. Direktzahlungen bilden darin das Kernstück der EU-Agrarpolitik. Mit der Umsetzung der Agrarreform im Jahr 2005 wurde mit der weitestgehenden Entkopplung der Beihilfegewährung von der Erzeugung dem Anliegen Rechnung getragen, zunehmend die Erhaltung der Kulturlandschaft in das Zentrum der EU-Agrarpolitik zu rücken.

Grundlage der Direktzahlungen ist der Zahlungsanspruch:

Deutschland hatte sich 2005 für die Anwendung des „Kombimodells“ entschieden. Das bedeutet, der zugrunde liegende Zahlungsanspruch setzte sich aus einem regionalen und einem betriebsindividuellen Betrag zusammen. Bestimmungsgrößen für diese Regionalkomponente der Zahlungsansprüche waren der regionale Prämienplafonds und die regional beihilfefähige Fläche. Ab 2009 wurde die Struktur des Kombimodells geändert und schrittweise bis 2013 in ein reines „Regionalmodell“ überführt. Ab 2013 haben folglich alle Betriebe einer Region einen einheitlichen Zahlungsanspruch je Hektar beihilfefähiger Fläche.

Im Jahr 2015 wurden neue Zahlungsansprüche ausgegeben und die bis dahin zugewiesenen bzw. gehandelten eingezogen.

Was ist noch über Zahlungsansprüche zu wissen?

Zahlungsansprüche sind handelbar, das heißt sie können verkauft oder verpachtet werden. Um sie für den Betrieb zu erhalten, muss der einzelne Zahlungsanspruch mindestens einmal in zwei Jahren im Agrarförderantrag genutzt werden, sonst verfällt dieser an die nationale Reserve.

Voraussetzungen für die Auszahlung der Direktzahlungen:

Der Antragsteller muss

  • aktiver Betriebsinhaber sein,
  • über landwirtschaftliche Flächen verfügen,
  • Zahlungsansprüche besitzen,
  • eine landwirtschaftliche Tätigkeit ausüben,
  • Greeningauflagen erfüllen und
  • bestimmte anderweitige Verpflichtungen einhalten, die als Cross-Compliance-Regelungen bezeichnet werden.

Wann und wo ist der Antrag einzureichen?

Die Direktzahlungen werden im Antrag auf Agrarförderung bis 15.05. des Antragsjahres bei der zuständigen Behörde beantragt.

Sonstiges:

Einhaltung anderwertiger Verpflichtungen - Cross Compliance (CC)

Anmeldung eines Landwirtschaftsbetriebes [PDF: 66 kB]



Zuständige Behörde:
Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft
Nordpromenade 4
04916 Herzberg (Elster)
Telefon:
Fax:
03535 46 2687