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PressPI Kulturelle Bildung im Zentrum der 15. Bildungskonferenz

16.11.2018

Kulturelle Bildung im Zentrum der 15. Bildungskonferenz

Rund 120 regionale Akteure und externe Fachleute tauschten sich in Doberlug-Kirchhain aus
Prof. Dr. Max Fuchs von der Universität Duisburg-Essen sieht kulturelle Bildung als Menschenrecht für jedes Alter.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard 
„Bildung durch Kultur“ war die diesjährige 15. Bildungskonferenz am 15. November im Refektorium in Doberlug-Kirchhain überschrieben. Rund 120 Akteure aus Kommunen, Kitas, Schule, Politik und ehrenamtliche Initiativen nutzten diese Plattform, um sich zu informieren und einzubringen. Der frühe Zugang zu Kunst und Kultur ist unverzichtbar dafür, dass Kinder und Jugendliche selbständige Persönlichkeiten werden. Er ist auch wichtig, damit unser kulturelles Erbe Zukunft hat. Wenn dieses Erbe bewahrt werden soll, dann muss es darum gehen, Verständnis und Begeisterung bei denen zu wecken, die über die Zukunft dieses Erbes entscheiden werden: Nämlich bei den Kindern und Jugendlichen von heute. Die Voraussetzungen dafür sind im Landkreis Elbe-Elster gut: „Unsere kulturelle Bildungslandschaft ist zum Beispiel mit den Museen, Bibliotheken, Vereinen, den Angeboten des Kulturamtes und der Musikschule äußerst vielfältig.
Landrat Christian Heinrich-Jaschinski eröffnete die Bildungskonferenz.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard 
Immer wieder höre ich lobende Stimmen darüber, was unsere ländliche Region über das Jahr hinweg alles zu bieten hat“, sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski zum Auftakt. Diese breite Angebotspalette bei den regionalen Akteuren beispielsweise aus Schulen und Kindertagesstätten einerseits noch besser bekannt zu machen und andererseits Wege aufzuzeigen, wie diese ganz praktisch genutzt werden kann, dazu wollte die Bildungskonferenz einen Anstoß geben. Viele Menschen im Landkreis haben die kulturelle Bildung für sich schon lange entdeckt oder gestalten diese sogar selbst mit. Mit der Vielfalt der Praxisformen und dem großen Potenzial an Bildungsprozessen im kulturellen Bereich setzte sich der Kulturwissenschaftler und Hochschullehrer Prof. Dr. Max Fuchs von der Universität Duisburg-Essen in seinem Vortrag „Kulturelle Bildung und die Kunst des Lebens“ auseinander. Sein Fazit lautete: Kulturelle Bildung ist ein Menschenrecht in jedem Alter, sie birgt Nutzen nicht nur für einen selbst, sondern für die Allgemeinheit, und schließlich sei es Aufgabe von Politik, kulturelle Bildung zu ermöglichen.
  Andreas Pöschl, Leiter des Kreis-Kulturamtes, führte durch die breite Angebotspalette der Bildungslandschaft Elbe-Elster.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard 

Andreas Pöschl, Leiter des Kreis-Kulturamtes, gewährte mit seinen Ausführungen einen Einblick in die breite Angebotspalette der Bildungslandschaft Elbe-Elster. Die Museumslandschaft eröffnet beispielsweise Einblicke in die Welt der Vergangenheit mit klassischen Ausstellungen und einer breiten Veranstaltungspalette. Der Blick in die Kulturlandschaft ermöglicht aber auch weitere Perspektiven, wie etwa durch Musik, Literatur, Theater, bildende Kunst und Film, wie auf der Bildungskonferenz an Beispielen aus der Praxis aufgezeigt wurde.

Rund 120 Akteure aus Kommunen, Kitas, Schule, Politik und ehrenamtliche Initiativen nutzten auch in diesem Jahr das breite Informationsangebot der Bildungskonferenz des Landkreises.
© Pressestelle LKEE Torsten Hoffgaard 

Einmal im Jahr schaut der Landkreis intensiv auf die Entwicklung der Bildungslandschaft in Elbe-Elster und beleuchtet zusammen mit regionalen Akteuren und externen Fachleuten aktuelle Themen auf einer Bildungskonferenz. Die Tagungen werden durch das Bildungsbüro des Landkreises geplant und durchgeführt und dienen dem Ergebnistransfer und Erfahrungsaustausch. Besondere Unterstützung kam diesmal von der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg. Die Service-Stelle für Akteure der kulturellen Bildung  vernetzt und qualifiziert Akteure und potenzielle Partner, initiiert und begleitet Projekte, berät zu verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten und bietet bedarfsorientierte Weiterbildungs- und Vernetzungsveranstaltungen an. Ziel ist es, die Erfahrungen und Ergebnisse der Konferenz gründlich auszuwerten, um dann entsprechende Schlussfolgerungen abzuleiten, die wiederum in die Praxis einmünden sollen.