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PressPI Gefahrenhaus

23.10.2013

Landrat unterstützt Projekt „Haus der Gefahren“

Jedes Jahr werden über 200.000 Kinder wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Mehr als ein Viertel der Unfälle passiert zu Hause. Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. in Bonn lassen sich 60 Prozent dieser Unfälle mit einfachen Vorbeugemaßnahmen verhindern.

1)	Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (r.) überreichte der Brandschutzerzieherin Regina Klisch (l.) aus Herzberg 500 Euro für ihr Projekt einer mobilen Mitmachausstellung »Haus der Gefahren«.

Das weiß auch Regina Klisch aus Herzberg, die seit 2008 als ehrenamtliche Brandschutzerzieherin Kindern im Vorschulalter und Schülern bis zur 6. Klasse zeigt und erzählt, wie sich riskante Momente anfühlen und wie Unfälle vermieden werden können. Schulen und Kindergärten in der Region Herzberg fordern sie dazu regelmäßig an. Um ihren Präventionsunterricht künftig noch plastischer und lebendiger gestalten zu können, möchte sie in der Kreisstadt ein „Haus der Gefahren“ einrichten. Dahinter verbirgt sich eine mobile Ausstellung mit einem hohen Mitmachanteil, die für Vorschulkinder und Schüler der unteren Klassen konzipiert wurde. „Genauso wie Kinder Lesen und Schreiben lernen ist Gefahrenbewusstsein erlernbar. Die Kleinen können mit dem ‚Haus der Gefahren' Erfahrungen mit gefährlichen Situationen sammeln, ohne dass sie sich verletzen können“, sagt Regina Klisch, die ihr Vorhaben am 14. Oktober in der Kreisverwaltung vorstellte und bei Landrat Christian Heinrich-Jaschinski um Unterstützung warb. Der war Feuer und Flamme für das Projekt und überreichte der Brandschutzerzieherin 500 Euro für die Anschaffung der Mitmach-Ausstellung. „Ich finde die Idee großartig. Es gibt bislang wenig Lernorte, wo Kinder auf altersgerechte und interessante Weise Erfahrungen mit unfallträchtigen Situationen sammeln können, ohne in Gefahr zu geraten. Das stärkt die Kompetenz unserer Kinder. Sie können dann nicht nur sich selbst, sondern auch  Altersgenossen oder sogar ihre Familienmitglieder vor Unfällen schützen“, unterstreicht der Landrat die Bedeutung des Vorhabens. Die mobile Mitmachausstellung „Haus der Gefahren“ wurde von einem kanadischen Anbieter entwickelt und wird von diesem vertrieben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 11.000 Euro. „So eine Summe habe ich natürlich nicht in der Schublade liegen. Ich habe bereits aus verschiedenen Richtungen Unterstützung signalisiert bekommen. Aber, um den Gesamtbetrag aufbringen zu können, benötige ich noch Spenden. Weitere Finanzspritzen sind daher herzlich willkommen“, sagt Regina Klisch. Bis zum Jahresende möchte sie das Gros der Summe unter Dach und Fach wissen. Erst dann kann die Bestellung ausgelöst werden. Im Land Brandenburg wäre die Brandschutzerziehung mit einem mobilen „Haus der Gefahren“ ein absolutes Novum. Es ist vorgesehen, die Mitmachausstellung beim Feuerwehrverein Herzberg/Elster 1875 e.V., Leipziger Straße 22, zu beheimaten. Hilfsangebote können direkt an Regina Klisch per Mail gerichtet werden: r.klisch@gmx.de.