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PressPI Duncker?scher Muskelegel

07.10.2013

Duncker´scher Muskelegel - Fund bei einem Wildschwein in Elbe-Elster

Bei einem in der Gemarkung Gräfendorf erlegten Wildschwein wurde bei der amtlichen Trichinenuntersuchung am 30.09.2013 mittels Digestionsmethode ein Befall mit dem „Duncker´schen Muskelegel“ festgestellt.

Duncker?scher Muskelegel

Der Befund bestätigte sich am 01.10.2013 mit Hilfe des Larvenauswanderungsverfahrens. Beim Duncker´schen Muskelegel handelt es sich um eine Entwicklungsform (Mesozerkarie) eines Saugwurmes, der im Darm von Fuchs, Marderhund, Nerz und anderen Fleischfressern vorkommen kann. Die mit dem Kot ausgeschiedenen Eier entwickeln sich in mehreren Schritten, z.B. in Wasserschnecken und Fröschen, weiter. Werden diese Zwischenwirte von Wildschweinen gefressen, wandern die so aufgenommenen Mesozerkarien in die Muskulatur, in Organe und andere Gewebe aus. Bei Verzehr von infiziertem, nicht ausreichend erhitztem Fleisch können Verbraucher an larvaler Alariose erkranken.

Nach Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung in Berlin ist Fleisch, in dem Duncker´sche Muskelegel festgestellt wurden, nicht für den menschlichen Verzehr geeignet und muss fleischhygienisch als untauglich beurteilt werden. Diese Tierkörper müssen zur Unterbrechung des Infektionskreislaufes über eine zugelassene Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt werden.

Jäger werden aus diesem aktuellen Anlass nochmals aufgefordert, Kadaver, Tierkörperteile und Reste von Wildaufbrüchen immer fachgerecht zu entsorgen.