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Press PI Neujahrsansprache des Landrates 2021

28.12.2020

Neujahrsansprache des Landrates im Elbe-Elster-Fernsehen

Christian Heinrich-Jaschinski: Corona-Pandemie macht Jahreswechsel zu einer besonderen Zeit/ Eigenbetrieb Rettungsdienst schreibt weiter an einer Erfolgsgeschichte/ Ausblick auf einzigartige ostpreußische Sammlung Dohna-Schlobitten im Museum Schloss Doberlug
Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, hier in der Rettungswache Schönewalde

Die Neujahrsansprache im EE Fernsehen >>

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

ich grüße Sie alle sehr herzlich und wünsche Ihnen ein gutes Neues Jahr 2021 – Ihnen ganz persönlich, allen Menschen die Ihnen nahe stehen und uns gemeinsam in Elbe-Elster. Die Corona-Pandemie macht auch den Jahreswechsel in diesem Jahr zu einer besonderen Zeit. Immer noch ist Verzicht gefragt auf vieles, was die dunklen Tage normalerweise zum Leuchten bringt: das Silvesterfeuerwerk, das Beisammensein mit vielen lieben Menschen zuhause oder im Verein, der Gottesdienst, gemeinsames Singen... Der Verzicht auf all das fällt schwer – auch mir persönlich! 

Aber trotzdem können wir voller Zuversicht sein! Denn die Fortschritte in der medizinischen Forschung geben Hoffnung, dass die Pandemie nicht dauerhaft unseren Alltag beherrschen wird. Die Pandemie wird uns die Zukunft nicht nehmen. Und ermutigend ist die Erfahrung: Rücksicht und Solidarität der überwiegenden Mehrheit bei uns zeigen, dass unsere Gesellschaft zusammenhält. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung tun alles dafür, dass das Notwendige bei uns im Landkreis veranlasst wird, um die Corona-Krise zu bewältigen. 

Eine gute Nachricht erreichte mich erst vor wenigen Tagen: 

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat die Auszeichnung als „Qualitäts-Naturpark“ bekommen. Der Verband Deutscher Naturparke würdigt damit die besonderen Stärken der beliebten Einrichtung. Dazu gehört unter anderem das Projekt zur Wiederansiedlung des Wappentiers. Auch der jährliche Wettbewerb zur „Naturparkgemeinde des Jahres“ wird hervorgehoben, weil er die regionale Identität fördert. Es gehört für mich zu den wichtigen Aufgaben einer zukunftsorientierten Politik, das reiche Naturerbe unserer Heimat für unsere Kinder und Enkel zu bewahren. Die Auszeichnung ist daher Anerkennung und Ansporn zugleich. Am schönsten wäre natürlich, wenn Menschen jetzt noch mehr Lust darauf bekommen, die Naturschönheiten in unserer Region zu erkunden: Denn Natur, die wir Menschen wirklich erleben, lernen wir besonders schätzen und schützen.

Für das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda war es trotz Corona ein sehr abwechslungsreiches Jahr! Zum einen öffnete das Haus die Türen zu „Kaspers Welten“, der neuen Dauerausstellung. Besucher erleben nun ein vollständig umgestaltetes Museum zur Geschichte der lustigen Figur im Puppenspiel.
Wir konnten das 22. Internationale Puppentheaterfestival austragen. Und dann haben wir die neue Sonderausstellung mit Einblicken in das Puppenspiel Taiwans eröffnet. Fünf Puppenspielfiguren sind eigens in Taiwan handgefertigt worden und bereichern als Schenkung nun unsere Dauerausstellung in Bad Liebenwerda. Das alles ist eine Zierde für den Landkreis Elbe-Elster und für das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum. Ich bin mir sicher, dass die neuen Exponate viele Menschen bei uns im Landkreis und darüber hinaus begeistern werden.

Unser Eigenbetrieb Rettungsdienst schreibt weiter an einer Erfolgsgeschichte. Der Landkreis investiert dort seit 2010 kontinuierlich in neue Rettungswachen zum Beispiel in Finsterwalde, in Herzberg oder Bad Liebenwerda. Zuletzt ging dieses Jahr die Wache hier in Schönewalde in Betrieb, Oppelhain folgt gleich zu Beginn des neuen Jahres. In allen Bauten setzen wir ganz aktuell unsere Vorstellungen einer modernen Rettungswache um. Darüber hinaus investieren wir weiter kräftig in unsere Schulen, in den Breitbandausbau, in die Bereiche des Katastrophenschutzes und die Straßen im Landkreis Elbe-Elster. Die Finanzierung dafür ist gesichert. Ein ganz besonderer Höhepunkt wartet 2021 auf uns. Ab September wird die einzigartige ostpreußische Sammlung Dohna-Schlobitten als Leihgabe der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg im Museum Schloss Doberlug präsentiert. Nach der erfolgreichen Landesausstellung 2014 setzt das Haus damit seinen Schwerpunkt auf die mitteleuropäische Adelskultur. Der Bestand umfasst unter anderem Gemälde, Skulpturen, Möbel, Silber, Glas und Porzellan und gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen europäischer Adelskultur in deutschem Museumsbesitz.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

der Jahreswechsel wird in diesem Jahr stiller sein. Auch wenn wir Abstand zueinander halten, können wir uns nahe sein. Vergessen wir vor allem diejenigen nicht, die gerade jetzt besonders belastet sind: weil sie selbst krank sind oder um ihre Liebsten bangen; weil sie für Pflegebedürftige sorgen, weil sie im Labor, im öffentlichen Gesundheitsdienst oder im Elbe-Elster-Klinikum arbeiten oder unseren Abfall entsorgen; oder weil sie allein zuhause sind. 
Schenken wir den Menschen um uns herum mehr Aufmerksamkeit und Zuneigung, schenken wir öfter mal ein freundliches Wort, greifen wir zum Telefon oder schreiben wir – ganz altmodisch – mal wieder einen Brief!
Wir sehen ja gerade jetzt, wie wichtig ein Miteinander für unser Zusammenleben ist.

Wir müssen aufeinander zugehen, wir müssen aufeinander achtgeben, um die großen und die kleinen Herausforderungen auch im Jahr 2021 gemeinsam erfolgreich zu meistern!


Ich wünsche uns allen ein glückliches und ein gesegnetes neues Jahr!