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Press PI 2. Elektromobilitätstag

18.09.2019

2. Elektromobilitätstag des Landkreises Elbe-Elster in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenwerda

Europäische Mobilitätswoche - Elektromobilität zum Anfassen für zu Hause auf dem Markt

Highlight waren neben einer Limousine von Tesla wieder ein mit einer Brennstoffzelle betriebenes Wasserstofffahrzeug der Marke Toyota Mirai. sowie ein Mercedes Benz GLC F-Cell.

Ist die Mobilität in Elbe-Elster bereits elektrisiert? Keineswegs und sie bewegt sich mit rund 100 Elektromobilen nur einen sehr kleinen Schritt in Richtung auf eine zukunftsfähige, klimagerechte Mobilität. Dies nahm der Landkreis zum Anlass, um mit einem weiteren Aktionstag Elektromobilität auf dem Bad Liebenwerdaer Marktplatz in der Praxis mit 28 Ausstellern und in der Theorie mit neun Fachvorträgen Antworten rund um das Thema Elektro-, Wasserstoff- und nachhaltige Mobilität vorzustellen. Ob elektrisch oder mit Wasserstoff, alternative Antriebsmöglichkeiten gibt es nicht nur für PKW. So präsentierten verschiedene Aussteller sich mit den neuesten Angeboten und Infos. Interessierte Besucher hatten Gelegenheit, verschiedene Elektro- und Wasserstofffahrzeuge zu besichtigen und sich mit den Besitzern über ihre Erfahrungen zu unterhalten. Denn es gibt Vorurteile, die die Elektromobilität momentan nur bedingt ausräumen kann. Zu wenig Reichweite, zu teuer zu wenig Ladestationen wenn man sie dringend braucht. Preise, Reichweite, Praxistauglichkeit und insbesondere die Kombination mit erneuerbaren Energien, also das „Laden vom eigenen Dach“, alle diese Fragen wurden von Praktikern aus erster Hand beantwortet. Wie lässt sich Mobilität nachhaltig gestalten? Welche Vor- und Nachteile haben Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge und die dazugehörigen Infrastrukturen?

Was hat der Mercedes Benz GLC F-Cell wohl unter der Haube? Fragte sich auch eine KlasseKfz17 des Oberstufenzentrums Elbe-Elster.
Welche Besonderheiten gibt es im ländlichen Raum dabei zu berücksichtigen? Welche Rolle hat der ÖPNV? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des begleitenden Vortragsprogramms im Veranstaltungssaal der benachbarten Südbrandenburgischen Orgelakademie. Die Entwicklung geht rasant voran und ein Großteil der zurückgelegten Strecken ist auch im Landkreis Elbe-Elster kurz genug, um problemlos mit Elektro-Fahrrädern, E-Mopeds oder E-Autos zurückgelegt zu werden. Die reinen Elektro-Fahrzeuge der ersten Generation kommen etwa 100 bis 200 Kilometer weit – und sind damit für den überwiegenden Teil der Autofahrten bestens geeignet. Doch die Batteriekapazität legt stetig zu, die Ladezeiten verkürzen sich enorm, die Batteriepreise hingegen nehmen ab, wogegen der Betrieb eines Verbrennungsmotors immer teurer wird. Dadurch gewinnt auch das Thema Elektro- und Wasserstoffmobilität neue Dynamik. Das Angebot an Fahrzeugen reicht heute vom Klein- bis zum Sportwagen, Kleinflugzeugen, Booten bis hin zu ersten Baufahrzeugen, LKW und Landwirtschafstechnik. Alles einhergehend mit entsprechender Digitalisierung. An den Ausstellungsständen konnten nicht nur die neuesten Fahrzeugmodelle angeschaut werden. Informationen gab es auch über die Zusammenhänge der Elektromobilität: Wo kommt der Strom her? Wie lade ich? Welche Angebote gibt es? Was sind die neuesten Entwicklungen im Bereich Batterie, Brennstoffzelle und Energieerzeugung? »Elektroautos sind längst alltagstauglich und zeigen, wie wir emissionsfrei mobil sein können«, bewies auch Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, als er zur Eröffnung mit dem einsitzigen Renault »TWIZY« vorfuhr. Der Landkreis Elster und sein Klimaschutzmanager Kurt Seidel vom Amt für Kreisentwicklung wollten mit diesem 2. Elektromobilitätstag wieder viele Akteure zusammenführen und allen Alters- und Zielgruppen mit gebündeltem Know-how ein vielfältiges und attraktives Angebot schaffen.

Denn, Fahrverbote in großen Städten haben die Klimarelevanz des Verkehrs wieder ins Bewusstsein gerückt. Denn besonders in diesem Sektor werden in Deutschland die selbst gesteckten Ziele zur CO2- Reduktion nicht erreicht.

Zum anfassen und probieren, E-Bikes, E-Lastenräder, E-Scooter, E-Boards bis hin zu E-Motorrädern wie hier das eROCKIT-E-Motorrad

Zudem weisen schon unsere Kinder bei der Bewegung “Fridays For Future” darauf hin, dass wir was tun sollen. Der Wandel der Mobilität ist in vollem Gange. Der zukünftige Antriebsstrang wird durch die Weiterentwicklung und Integration neuer Technologien bestimmt. Über 2.000 Städte und Gemeinden unterstützen die Europäische Mobilitätswoche und verfolgen gemeinsam das Ziel, eine nachhaltige Art der Fortbewegung voranzutreiben. Auch die Kurstadt Bad Liebenwerda zog mit an diesem Strang und so konnte am 18. September der zweite Elektromobilitätstag des Landkreises Elbe-Elster stattfinden. „Im Landkreis Elbe-Elster befinden sich zum Stichtag 1. Januar 2019 derzeit nach dem Landkreis Potsdam-Mittelmark die meisten Elektro-Personenkraftwagen im Land Brandenburg noch vor Potsdam-Stadt“, wusste Landrat Christian Heinrich-Jaschinski.“ Elbe-Elster produziere ein Vielfaches an alternativer Energie die nicht hier verbraucht wird. „Deshalb muss es in Zukunft möglich sein, emissionsarm unterwegs zu sein, wenn die richtigen Angebote kommen“ so der Landrat. Man geht davon aus, dass im Zuge der weiteren Zulassung von Elektrofahrzeugen die Bereitstellung von Stellplätzen mit Ladestationen in Wohnanlagen für die Wohnungswirtschaft zu einer zentralen Aufgabe werden wird und in Zukunft eines der wichtigsten Merkmale einer Wohnung werden könnte. Dienstfahrten von Mitarbeitern einer Verwaltung oder eines Handwerksbetriebes könnten schrittweise „elektromobil“ werden. Elektrische und Wasserstoff betriebene Autos haben viel niedrigere Betriebskosten und weniger bewegliche Teile. Dies resultiert in einer ansehnlichen Kosteneinsparung pro Kilometer. Die Deutsche Post macht es vor. Ihr Streetscooter verursacht 60 bis 80 Prozent weniger Kosten für Wartung und Verschleiß gegenüber vergleichbaren konventionellen Fahrzeugen.